3 zentrale Erkenntnisse aus dem FM Experten-Webinar über die chemische Industrie
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3 zentrale Erkenntnisse aus dem FM Experten-Webinar über die chemische Industrie

Veröffentlicht am 08. Mai 2026


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Chemieunternehmen stehen zunehmend unter Druck – verursacht durch ein komplexes und dynamisches Risikoumfeld. Welche effektiven Strategien helfen Unternehmen dabei, ihre Betriebsabläufe zu schützen, Schäden und Betriebsunterbrechungen zu reduzieren?

FM veranstaltete kürzlich ein Webinar, um zu beleuchten, welche Faktoren das Schadenausmaß in der chemischen Industrie beeinflussen und welche konkreten Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um ihre Resilienz zu stärken. Claire Cooper, FM Operations Vice President und Chemical Operations Account Engineering Manager sowie Doug Gurney, Vice President, Chemical Operations Engineering Manager bei FM teilten ihre Expertise und präsentierten praxisnahe Szenarien, um Lösungen zur Risikoreduzierung aufzuzeigen.

Die vollständige Präsentation können Sie hier ansehen.

Nachfolgend finden Sie einige zentrale Erkenntnisse aus dem Gespräch.

Ein dynamisches Risikoumfeld beeinflusst die Zeit bis zur Wiederaufnahme des Betriebs.

Die Risiken, mit denen Chemieunternehmen konfrontiert sind, sind nicht neu – sie treten jedoch zunehmend gleichzeitig auf. Alternde Anlagen, volatile Energiemärkte, Störungen der Lieferkette und regulatorischer Druck führen zu einem zunehmend unsicheren Umfeld für den Betrieb.

„Stellen Sie sich vor, Sie versuchen, alle Schwachstellen gleichzeitig zu beseitigen“, erklärte Cooper. „Unternehmensverantwortliche stehen unter wachsendem Druck und müssen schwierige Abwägungen treffen. In einem solchen Umfeld gerät Schadenverhütung schnell in den Hintergrund – oft unbeabsichtigt.“

Auch die Wiederaufnahme des Betriebs nach Schäden wird zunehmend schwieriger. Ereignisse, deren Bewältigung früher Wochen dauerte, können heute Monate in Anspruch nehmen – unter anderem aufgrund längerer Lieferzeiten für Anlagen und häufigerer Unterbrechungen in den Lieferketten.

Gurney ergänzte, dass dies langfristige Auswirkungen haben könne. „Kunden können heute nicht mehr warten. Kommt es zu einem Schaden, suchen viele Kunden sehr schnell nach alternativen Lieferanten. Und wenn Marktanteile einmal verloren gehen, ist es deutlich schwieriger, sie zurückzugewinnen.“

Das Ergebnis: Schäden lassen sich nicht nur immer schwieriger verhindern, sondern auch deutlich schwerer bewältigen.

Unterstützung durch FM: Das Business-Risk-Consulting-Team unterstützt Unternehmen dabei, die finanziellen Auswirkungen von Schäden zu quantifizieren und zu bestimmen, welche Faktoren für die Geschäftskontinuität entscheidend sind.

Einheitliche Schadenfaktoren prägen die Auswirkungen

Gurney erläuterte, wie FM Daten nutzt, um die wesentlichen Faktoren zu identifizieren, die zu Schäden in der chemischen Industrie beitragen.

„Wir sammeln seit Jahrzehnte Daten und verfügen über unzählige Datenpunkte. Mit dem Einsatz von KI können wir diese Datenpunkte nun mit realen Schadenfällen verknüpfen“, sagte Gurney.

KI-gestützte Datenanalysen konzentrieren sich auf fünf zentrale Schadenfaktoren, die das Ausmaß von Schadenereignissen beeinflussen: Defizite bei der Prozesssicherheit, Ausfälle primärer Auffangsysteme, Risiken durch brennbare Lagergüter wie IBCs (Intermediate Bulk Containers), Versorgungs- und Stromausfälle und Schwachstellen in Schutzanlagen (insbesondere in Innenbereichen).

Anschließend präsentieren Cooper und Gurney zwei mögliche Schadenszenarien für Chemieanlagen: Brände im Innen- und Außenbereich Dabei zeigten sie, wie schnell sich Schäden ausweiten können – und dass selbst grundlegende Schutzmaßnahmen erhebliche Auswirkungen haben können.

Unterstützung durch FM: Erfahren Sie, wie FM mithilfe von KI und Datenanalysen fundiertere Einblicke und präzisere Empfehlungen für Ihr Unternehmen liefern kann.

Priorisierung ist entscheidend für mehr Resilienz

Eine Strategie zu entwickeln, bevor ein Schaden eintrifft, ist entscheidend, um die Zeit bis zur Wiederaufnahme des Betriebs und Betriebsunterbrechungen zu reduzieren. Doch wie erkennen Unternehmen bei so vielen konkurrierenden Anforderungen, worauf sie sich konzentrieren sollten?

Cooper erläutere mögliche Ansatzpunkte.

„Einige Fragen, die unsere FM Teams Kunden aus der Chemieindustrie stellen, lauten: Wenn dieses System ausfällt – wie gravierend wären die Folgen und wie lange würde es dauern, bis der Betrieb wiederhergestellt ist?“ „Das ist im Grunde unser Leitprinzip, an dem wir uns orientieren, wenn wir Prioritäten festlegen.“

Gurney ergänzte: „Es gibt unzählige Empfehlungen und sehr viele Maßnahmen, die implementiert werden müssen. Aber nicht alles lässt sich gleichzeitig umsetzen. Deshalb geht es vor allem darum, diejenigen Maßnahmen zu priorisieren, die Ihr Unternehmen wirklich voranbringen.“

Cooper empfahl, interne Stakeholder zusammenzubringen, um eine klare langfristige Strategie zu entwickeln.

„Unternehmen mit besonders effektiven Risiko- oder Schadenverhütungsprogrammen zeichnen sich dadurch aus, dass sie gemeinsam festlegen können, was wirklich wichtig ist, sich auf einen klar priorisierten Weg verständigen und diesen auch klar kommunizieren. Wenn dieselben Ziele im gesamten Unternehmen verankert sind, lassen sich Maßnahmen deutlich wirkungsvoller umsetzen.“

Unterstützung durch FM: Die FM Datenblätter bieten praxisnahe Empfehlungen, mit denen Unternehmen die wichtigsten Schadenfaktoren gezielt adressieren können.

Webinar chemische Industrie