Erfolgsgeschichte – Kunde Essentra
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Eine Partnerschaft, die nachhaltigen Erfolg ermöglicht

Veröffentlicht am 17. März 2026


Kundenmeeting

Beim Verkauf eines Standorts kann jede Verzögerung mit hohen Verlusten einhergehen. Doch was kann getan werden, wenn es während dieses Prozesses nicht nur einmal, sondern mehrfach zu Einbrüchen und Diebstählen kommt?

Essentra plc („Essentra“), ein weltweit tätiger, an der Londoner Börse notierter Komponentenhersteller, wandte sich an FM.

Als Essentra den Verkauf eines stillgelegten Industriestandorts im britischen Nottingham vorbereitete, rechnete das Unternehmen nicht damit, in kurzer Zeit mehrfach von Einbrüchen betroffen zu sein. Essentra hatte den Standort bereits einige Zeit zuvor verlassen, nachdem 2022 die Filtersparte veräußert worden war.

Über Jahrzehnte hinweg war der Standort ein strategisch wichtiger Knotenpunkt mit Betriebs- und F&E-Aktivitäten. Im Zuge der organisatorischen Neuausrichtung wurde schließlich ein Verkauf beschlossen, doch dieser erwies sich als unerwartet kompliziert. Die Suche nach einem geeigneten Käufer gestaltete sich aufgrund der Besonderheiten des Objekts als schwierig. Bis Ende 2024 hatte Essentra einen interessierten Käufer gefunden, der sich in der Region etablieren wollte. Der Verkauf sollte einen der letzten Schritte in Essentras mehrjährigem Transformationsprozess darstellen. Doch dann kam alles anders:

Trotz Überwachungssystem kam es im Januar und Februar 2025 mehrfach zu Einbrüchen, bei denen wertvolles Kupfer von Transformatoren und Niederspannungsanlagen entwendet wurde. Für jedes Schadenereignis galt ein Selbstbehalt. Doch der Schaden im Februar blieb unter der entsprechenden Schwelle. Mit der Zerstörung der Hauptschaltanlage hätten die vollständigen Reparaturen bis weit ins Jahr 2026 gedauert – was den Zeitplan von Essentra massiv verzögert hätte. Die zentrale Frage lautete daher: Wie lässt sich das Interesse des Käufers aufrechterhalten und der Verkaufsprozess vorantreiben ohne monatelange und kostspielige Sanierungsmaßnahmen?

„Dies war eine der komplexesten Veräußerungen, die ich je begleitet habe: Umweltrisiken, ein sehr spezieller Standort und ein Käufer, den wir nicht verlieren durften“, so Emma Reid, Company Secretary von Essentra.

Eine pragmatische Lösung

Essentra fürchtete das Risiko eines millionenschweren Verlusts kombiniert mit einer monatelangen vergeblichen Planung. So rückte die Versicherungspolice des Unternehmens in den Vordergrund. Anstelle des vollständigen Ersatzes der Anlagen schlug FM eine Entschädigung auf Basis der Wertminderung vor – eine pragmatische und policenkonforme Lösung. Essentra konnte den Verkaufspreis entsprechend der Schäden reduzieren, sodass der Käufer die Reparaturarbeiten selbst umsetzen und finanzieren sowie den Standort an seine Anforderungen anpassen konnte. Dieses Vorgehen ermöglichte es Essentra zudem, im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Filtergeschäft eine Einigung zu erzielen, den finanziellen Druck zu verringern und gleichzeitig die übergeordneten strategischen Ziele des Unternehmens zu unterstützen.

Fairness und Flexibilität

Dabei war auch die effiziente Zusammenarbeit mit FM ein entscheidender Faktor. Klare Aussagen, kurzfristige Abstimmungen, schnelle Bearbeitung und eine frühzeitige Einigung über die Dokumentation gaben Essentra die nötige Sicherheit, den Verkaufspreis risikofrei anzupassen und den Verkauf voranzutreiben. FM stimmte zudem der Beauftragung einer Fachfirma zu, die schon vorher oft mit Essentra zusammengearbeitet hatte. So entfielen Verzögerungen durch die Einholung unterschiedlicher Angebote.

„Die schnelle Bearbeitung und die klaren Aussagen von FM hinsichtlich der erforderlichen Unterlagen boten die für den Prozess notwendige Gewissheit über die Regulierung des Schadens. Diese Sicherheit war entscheidend“, so Chris Perkins, Head of Compliance & Risk Reporting bei Essentra.

FM erstattete Essentra die Kosten für den Ersatz der beschädigten Transformatoren und unterstützte die Wiederanbindung an das Stromnetz für die wesentlichen Bereiche – beides Voraussetzung dafür, den Verkauf abzuschließen. Die Produktionsbereiche blieben jedoch außer Betrieb, da die Hauptschaltanlage eine außergewöhnlich lange Lieferzeit hatte.

Ergebnis

Der Verkauf wurde im August 2025 erfolgreich abgeschlossen, nachdem das ursprüngliche Ziel Ende Juni durch die Einbrüche nicht mehr zu halten war. FM regulierte den Schaden in Höhe von 716.000 GBP nach Abzug des Selbstbehalts und deckte sowohl den Ersatz der tatsächlich neu beschafften Elektroanlagen als auch die Entschädigung für die Wertminderung ab. Entscheidender war jedoch, dass Essentra den Käufer halten konnte, der von der Möglichkeit profitierte, die Reparaturen flexibel nach seinen Bedürfnissen zu gestalten. Und vor allem vermied Essentra schwerwiegende Verzögerungen. „Wenn Sie einen Schadenfall bei FM melden, können Sie darauf vertrauen, ein faires und angemessenes Ergebnis zu erhalten“, so Chris Perkins.

Eine Partnerschaft, die hält, was sie verspricht

Die Erfahrung von Essentra zeigt, welche einzigartigen Vorteile ein professioneller Schadenservice in der Praxis bieten kann:

  • Partnerschaft statt Bürokratie: Bei der Schadenregulierung richtete sich FM auch nach den individuellen geschäftlichen Zielen von Essentra.
  • Pragmatischer Schutz mit Weitblick: Die Wertminderungsregelung stellte sicher, dass der Verkaufsprozess weiterlaufen konnte.
  • Schneller Fortschritt: Dank schneller Entscheidungen und eindeutiger Kommunikation blieb die strategische Veräußerung auf Kurs.