Offiziell ausgezeichnet: FM stellt Guinness-Weltrekord für die größte Ausstellung von Sprinklern auf.
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Offiziell ausgezeichnet: FM stellt Guinness-Weltrekord für die größte Ausstellung von Sprinklern auf

Veröffentlicht am 16. April 2026


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Thomas Bradford war bestens vorbereitet.

Als offizieller Juror von Guinness World Records betrat er im Februar 2026 die Lobby des FM Research Campus in West Glocester im US-Bundesstaat Rhode Island – ausgestattet mit einem Prüfprotokoll, einem Zertifikat und vor allem mit einem Handzähler, der bei jedem Tastendruck klickte.

Seine Aufgabe: jeden einzelnen Sprinkler an der Wand der Lobby zu zählen. Während Ingenieur*innen und Forschende von FM sowie der Fire Marshal von Rhode Island zusahen, klickte Bradford – und klickte. Und klickte.

Am Ende stand die Zahl fest: 1.007. Ein neuer Weltrekord.

„Sie sind offiziell ausgezeichnet und halten damit einen neuen Guinness-Weltrekordtitel“, erklärte Bradford und überreichte die gerahmte Urkunde an den Leiter des FM Research Campus, Ron Hinthorn. Damit war es offiziell: Die weltweit größte Ausstellung von Sprinklern gehört dem Unternehmen, das seit fast zwei Jahrhunderten an deren kontinuierlicher Weiterentwicklung arbeitet.

Über Jahre hinweg gewachsen

Die 1.007 Sprinkler an der Wand der Lobby des FM Research Campus dokumentieren die Entwicklung dieser Technologie. Die ausgestellten Modelle reichen von frühen Geräten des 19. Jahrhunderts bis hin zu hochentwickelten, präzisionsgefertigten Sprinklern, die heute Rechenzentren schützen. Die Ausstellung macht die ingenieurtechnische Leistung greifbar, die sonst oft nur abstrakt wahrgenommen wird.

Die Geschichte beginnt mit Zachariah Allen, geboren 1795 – einem Vordenker im Bereich des Risikomanagements und dem Gründer des Unternehmens, aus dem später FM hervorging. Allen war überzeugt, dass sich ein Großteil der Sachschäden vermeiden lässt – dieser Gedanke wurde zur Grundlage der Engineering-Philosophie von FM.

Die ersten automatischen Sprinkler waren aus heutiger Sicht einfach aufgebaut. Sie beruhten jedoch bereits auf einem grundlegenden Prinzip: Wird Wasser frühzeitig und gezielt eingesetzt, lässt sich der Schaden begrenzen, bevor sich das Feuer ausbreitet. Die Forschenden von FM haben dieses Prinzip über Jahrzehnte hinweg untersucht und kontinuierlich weiterentwickelt.

In den 1950er-Jahren gelang FM mit seinen Forschungsarbeiten ein bedeutender Fortschritt in der Sprinklerauslegung: Die Technologie wurde so weiterentwickelt, dass das Wasser gezielt nach unten geleitet wird und Brände früher erkannt und bekämpft werden können – für einen wirksameren Schutz von Gebäuden. Heute verfügt FM über mehrere Patente im Bereich der Sprinklertechnologie. Die Wandinstallation in der Lobby zeigt all dies – von Allens Zeit bis in die Gegenwart – in einer eindrucksvollen Gesamtdarstellung.

Brandschäden mit und ohne Sprinkler

Die Wirksamkeit von Sprinklern ist seit Jahrzehnten belegt. Nach Angaben der National Fire Protection Association blieb bei 94 % der zwischen 2017 und 2021 in den USA gemeldeten Gebäudebrände mit vorhandenen Sprinklern die Ausbreitung des Feuers auf den Entstehungsbereich – also den betroffenen Raum oder Gegenstand – begrenzt. In Gebäuden ohne automatische Löschanlagen sinkt dieser Wert auf 70 %. Diese Differenz von 24 Prozentpunkten kann den Unterschied zwischen einem kontrollierbaren Ereignis und einem schwerwiegenden Schadenfall ausmachen.

„Brände stellen das kostenintensivste und zugleich gefährlichste Risiko für gewerbliche und industrielle Sachwerte dar. Automatische Sprinkler können entscheidend dazu beitragen, dieses Risiko zu reduzieren“, so Christopher Wieczorek, Vice President und Senior Engineering Technical Specialist bei FM. „Mit dieser Ausstellung würdigen wir eine Technologie, die Teil eines umfassenden Ansatzes ist – bestehend aus Forschung, Datenanalyse, praxisnahen Richtlinien und klar definierten Kriterien zur Produktzulassung. Zachariah Allen wäre stolz auf diesen Rekord und auf das, was diese Würdigung repräsentiert: die kontinuierliche Weiterentwicklung von Schadenverhütung und Schutz.“

Wo Forschung entsteht

Der FM Research Campus erstreckt sich über 648 Hektar und ist das weltweit größte Forschungs- und Testzentrum zur Weiterentwicklung von Sachschadenverhütung und Risikoprävention. Vier Testlabore sowie ein abgelegener Forschungsbereich für Explosionsgefahren beherbergen mehr als 60 Versuchsanlagen, die gleichzeitig betrieben werden können. Wissenschaftler*innen und Ingenieur*innen simulieren dort reale Gefahren für Sachwerte, beispielsweise Brandszenarien, und überprüfen die Empfehlungen, die FM seinen Kunden ausspricht. Dazu zählen Betreiber einiger der komplexesten und wertvollsten Anlagen weltweit.

„Besonders eindrucksvoll ist es, Kunden zum FM Research Campus zu bringen“, so Wieczorek. „Es ist immer etwas Besonderes, zu beobachten, wie unsere Kunden unsere Forschung hautnah erleben: Sie begeistern sich für die Technologie und verstehen Schritt für Schritt, wie sie funktioniert und ihre Anlagen schützt.“

Der State Fire Marshal von Rhode Island, Timothy McLaughlin, nahm an der offiziellen Veranstaltung teil und brachte seine Einschätzung treffend auf den Punkt: „In unserer täglichen Arbeit setzen wir konsequent auf Sprinkler. Sie sind ein fester Bestandteil unserer Vorschriften. Diese Anlage zeigt eindrucksvoll – und zahlreiche Beispiele belegen es immer wieder –, dass Sprinkler Schäden wirksam verhindern.“

Weitere Informationen über die Geschichte der Brandschutzforschung von FM erhalten Sie in der Podcastfolge Sound Policy Podcast mit FM Chief Science Officer Lou Gritzo, verfügbar auf Spotify oder Apple Podcasts.