Orbia: Kontinuität entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Globale Lieferketten lassen kaum Raum für Störungen. Das wird zur Herausforderung, wenn Menschen täglich auf diese Produkte angewiesen sind – von der Luft, die sie atmen, bis zum Wasser, das sie trinken.
Orbia stellt sich dieser Herausforderung mit Entschlossenheit.
Für das weltweit tätige Unternehmen für nachhaltige Lösungen ist klar: Der Schutz der Mitarbeitenden und die Sicherung der Kontinuität erfordern konsequente Risikovermeidung. Orbia hat sich mit FM zusammengeschlossen, um die eigene Strategie weiterzuentwickeln.
In den ersten zwei Jahren als FM Kunde hat Orbia mehr als 50 Empfehlungen zur Optimierung der Risikoqualität umgesetzt. Die schnelle Umsetzung ist Ergebnis eines proaktiven Ansatzes: Orbia arbeitet eng mit FM zusammen, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu beheben, bevor Kunden davon betroffen sind.
Rund um die Uhr für Kunden da
Orbia ist in fünf Geschäftsbereichen tätig, die eng mit kritischen Lieferketten verbunden sind. Die Produktionsstandorte der Bereiche Fluor & Energy Materials sowie Polymer Solutions sind bei FM versichert. Das von Orbia produzierte Fluor spielt eine zentrale Rolle in Kältemitteln, Batteriematerialien und medizinischen Inhalatoren. Polymermaterialien bilden die Grundlage für Wasser- und Abwasseraufbereitung, Gebäudeinfrastruktur, Lebensmittelproduktion sowie zahlreiche Anwendungen im Haushalt – von Bodenbelägen bis hin zu Fensterprofilen. Kontrolle und Kontinuität sind entscheidend
„Wenn es bei uns zu einem Ausfall kommt, betrifft das nicht nur uns, sondern auch die Menschen, die täglich auf unsere Produkte angewiesen sind“, sagt Jim Kelly, EVP & CFO von Orbia. „Wir wollen nie zu einem Kunden sagen müssen, dass wir ihn aktuell nicht beliefern können.“
Zusammenarbeit schafft Klarheit
Die Führungskräfte von Orbia gehen Sachrisiken mit dem Anspruch an, sich selbst ein Bild von den Bedingungen vor Ort zu machen – statt sich ausschließlich auf Berichte oder Annahmen zu verlassen. Noch bevor über Versicherungsbedingungen gesprochen wurde, besuchten FM Ingenieur*innen die Orbia-Standorte, um Sachwerte, Schutzmaßnahmen und betriebliche Abläufe zu verstehen und zu erkennen, wo sich Risiken im Portfolio konzentrieren.
Brian Merkley, Director of Risk Management & Insurance bei Orbia, erkannte sofort den Mehrwert dieses proaktiven Ansatzes. „Das FM Team hat sowohl Stärken als auch Verbesserungspotenziale aufgezeigt“, sagte er. „Schon ein Jahr vor Vertragsabschluss wussten wir, was wir gemeinsam erreichen wollten.“
Von der Erkenntnis zur Umsetzung
Mit Beginn der Umsetzung richtete sich der Fokus zunächst auf Orbias Fluorproduktion, darunter die Flussspatmine Las Cuevas in San Luis Potosí, Mexiko. Der Standort ist der größte seiner Art in Nordamerika und bildet den Ausgangspunkt einer Wertschöpfungskette, an deren Ende fluorbasierte Chemikalien für zahlreiche essenzielle Anwendungen stehen. Die Standorte des Geschäftsbereichs Polymer Solutions, die bei FM den größten Anteil an Standorten und versicherten Werten ausmachen, leisten zugleich einen wesentlichen Beitrag zu Orbias Fortschritten bei der Risikoverbesserung. Über diese Bereiche hinweg tragen konsequente Maßnahmen in den Bereichen mechanische Integrität, Instandhaltung und Brandschutz dazu bei, die Betriebskontinuität im großen Umfang zu sichern.
„FM bringt einen zusätzlichen Blickwinkel ein“, so Merkley. „Das Team analysiert Schadenhistorien, nutzt Erfahrungen aus anderen Kundenprojekten und kombiniert dieses Wissen mit fundierter Branchen- und Prozesskenntnis, um Maßnahmen zu identifizieren, die wirklich einen Unterschied machen.“
Viele dieser Maßnahmen zur Optimierung der Risikoqualität finden abseits der Öffentlichkeit statt. Die Wirkung ist jedoch unmittelbar spürbar. Sofia Samperio, Senior Manager Risk Management & Insurance bei Orbia, betont, wie das Unternehmen seine Standorte schützt – und damit auch die Branchen, die täglich auf sie angewiesen sind.
„Das Wichtigste ist, Risiken zu minimieren und ihr Eintreten zu verhindern“, sagte Samperio. „So sichern wir unsere Anlagen und stellen sicher, dass der Betrieb zuverlässig aufrechterhalten bleibt.“
An einem Standort musste die Empfehlung, Transformatoren räumlich zu trennen, an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden, nachdem verfügbare Flächen und die Auslegung der Anlage geprüft worden waren. Die Ingenieur*innen entwickelten alternative Lösungen, die das gleiche Schutzniveau gewährleisten, sich aber besser in die Standortstruktur einfügen und eine sichere Fortführung des Betriebs ermöglichen.
Umsetzung vorantreiben
Die Standortverantwortlichen bei Orbia übersetzen Empfehlungen in konkrete Maßnahmenpläne. Fortschritte werden regelmäßig in Abstimmungen mit FM Ingenieur*innen überprüft, die sowohl die Anlagen als auch die zugrunde liegenden Risiken genau kennen. Abstimmung entsteht durch Dialog und Wiederholung, nicht durch Vorgaben.
Eine Optimierung der Risikoqualität erfordert zudem Investitionen. In den vergangenen drei Jahren hat Orbia mehr als 800 Mio. USD in verbesserte Schutzmaßnahmen investiert und Schadenverhütung sowie Zuverlässigkeit in den Mittelpunkt seiner Geschäftstätigkeit gestellt.
Ausblick
Orbias Fluorproduktion beliefert unter anderem die Stahl- und Aluminiumverarbeitung, die Energiespeicherung sowie die Herstellung fortschrittlicher Materialien für Elektronik, Transport, Gewerbegebäude und die Lebensmittelversorgung. Diese vorgelagerten Materialien fließen in Branchen ein, in denen sich abstrakte Risiken schnell in reale Auswirkungen übersetzen lassen.
„Stahlwerke, Aluminiumhersteller sowie Kältemittel für Supermärkte, Gewerbegebäude und Automobile sind auf unsere Fluorlieferungen angewiesen”, sagte Kelly. „In mehr als zwei Drittel aller Inhalatoren auf dem Markt wird Fluor von Orbia verwendet.“
Für Kelly schafft die Optimierung der Risikoqualität Stabilität und ist eng mit Strategie und Leistungsfähigkeit verknüpft. „Nahezu alles auf der Welt hat mit Chemie zu tun“, sagte er. „Deshalb gehen wir beim Schutz über den Goldstandard hinaus.“