Wenn Vorbereitung den Unterschied macht: The J.M. Smucker Co.
Seit mehr als 128 Jahren steht The J.M. Smucker Co. für Produkte, die zum Alltag vieler amerikanischer Verbraucher*innen gehören – von Erdnussbutter und Kaffee bis hin zu Tiernahrung. Mit ihrem hohen Wiedererkennungswert sind die Marken von Smucker auch über nordamerikanische Haushalte hinaus Teil der Esskultur.
Um es klar zu sagen: Bei einer Aufgabe wie der von Smucker’s ist Resilienz unverzichtbar. Auch dann, wenn Unerwartetes eintritt.
Als im August 2024 ein Sommersturm in Orrville, Ohio, ungewöhnlich große Regenmengen innerhalb kurzer Zeit brachte, drang Wasser in mehrere Gebäude auf dem Smucker-Gelände ein – darunter auch in ein unternehmenseigenes Rechenzentrum. Da der Standort außerhalb ausgewiesener Hochwassergebiete liegt, kam das Ereignis überraschend.
Führungskräfte von Smucker und Fachleute von FM waren kurz darauf vor Ort. Gemeinsam verschafften sie sich ein Lagebild und trafen in enger Abstimmung erste Entscheidungen.
Das Markenportfolio von The J.M. Smucker Co. ist für viele Amerikaner Teil des Alltags: Jif. Uncrustables. Folgers. Meow Mix. Milk-Bone. Und natürlich Smucker’s selbst. Der Schutz der Anlagen hinter diesen Marken ist für das Unternehmen von zentraler Bedeutung.
Gute Vorbereitung zahlt sich aus
Schon lange bevor es zu den unerwarteten Überschwemmungen kam, hatte Smucker damit begonnen, seine Standorte systematisch weiterzuentwickeln – mit dem Ziel, den Status „Hochgeschütztes Risiko“ (Highly Protected Risk, HPR) von FM zu erreichen. HPR steht für einen strukturierten Ansatz im Sachschutz, der auf Engineering-Expertise, klaren Prioritäten und konsequenter Umsetzung basiert.
„Smucker war schon immer sehr risikobewusst“, sagt Gregory Shear, Account Manager bei FM. „HPR hilft dem Unternehmen, Schutzmaßnahmen standortübergreifend und über längere Zeit hinweg gezielt zu verbessern.“
Als der Sturm im August 2024 auf Orrville traf, staute sich Wasser vor einem tiefer gelegenen Verladebereich, bis der Druck schließlich die Belastbarkeit eines Tores überstieg. Smucker und FM reagierten schnell und abgestimmt – so, wie sie es in ihrer Zusammenarbeit gewohnt sind.
Verantwortungsvolles Wachstum, belastbare Standorte
Im Rahmen der HPR-Initiative entwickelt Smucker seine Standorte schrittweise weiter – rund fünf Werke pro Jahr im Rahmen eines strukturierten Drei- bis Vierjahresplans. Sieben Standorte haben den HPR-Status bereits erreicht, vier weitere sollen im kommenden Jahr folgen. Langfristiges Ziel ist es, alle 20 Produktionsstätten auf den Stand zu bringen – mit Priorität für jene, die für die Geschäftskontinuität besonders entscheidend sind.
Die Umsetzung des Programms liegt bei Lily McMillan, Lead Analyst im Bereich Insurance Risk. Sie steuert den Übergang von der Planung zur Umsetzung – von der Reihenfolge der Werke bis zur Finanzierung. „Wir haben unser HPR-Ziel konzernweit klar kommuniziert“, sagt sie. „Alle wissen, was wir erreichen wollen – und was notwendig ist, um dorthin zu gelangen.“
Damit Smucker die Nachfrage zuverlässig bedienen kann, müssen die Produktionsstätten jederzeit stabil und leistungsfähig arbeiten. Ein Beispiel dafür ist das Produkt Uncrustables – tiefgekühlte Sandwiches, die längst aus US-amerikanischen Brotdosen und Gefriertruhen nicht mehr wegzudenken sind. Entsprechend wurde eine neue Produktionsstätte in Alabama von Anfang an nach HPR-Vorgaben geplant und gebaut.
Da FM Ingenieur*innen die Standorte regelmäßig im Rahmen der HPR-Überprüfungen begehen, war die Reaktion auf den Sturm im August vorbereitet und zielgerichtet. Die Hochwasser-Notfallplanung trug dazu bei, die Lage rasch unter Kontrolle zu bringen. Nach Freigabe durch Industriehygieniker konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Kritische IT-Systeme blieben durchgehend in Betrieb, parallel beschleunigte Smucker die Verlagerung weiterer Systeme in die Cloud und in externe Rechenzentren.
Bereits am 26. August – nur 18 Tage nach dem Sturm – konnte der betroffene Bereich des Campus wieder öffnen.
Eine Risikostrategie mit klaren Prioritäten
Für Smucker ist Wiederherstellung kein isolierter Schritt, sondern fester Bestandteil der Risikostrategie. Entscheidend ist für FM Staff Engineering Specialist Ryan Primiano dabei nicht, was auf dem Papier steht, sondern welches Ergebnis erreicht werden soll.
„Am Anfang steht immer die Frage: Was erwarten Sie von Ihrem Versicherungsprogramm?“, sagt Primiano. „Geht es um das beste Programm – oder darum, sicher zu wissen, dass Ihr Unternehmen bestens geschützt ist? Der HPR-Ansatz verbindet beides.“
Primiano beschreibt den Ansatz des Unternehmens als entschlossen, zugleich aber bewusst gesteuert – mit klarem Fokus auf die kritischen Standorte entlang der Lieferkette. Ein Beispiel ist der Standort Grandview im US-Bundesstaat Washington. Dort wird der Großteil des Fruchtkonzentrats gelagert, das für die Konfitüren von Smucker verwendet wird. Die Entscheidungen konzentrieren sich hier auf einen zentralen Rohstoff für eine der wichtigsten Marken des Unternehmens.
„Diese Zutat ist entscheidend für das namensgebende Produkt des Unternehmens“, sagt Primiano. „Ohne Fruchtkonzentrat gibt es keine Marmelade.“
Mehr als Sachwerte schützen
Die Risikostrategie von Smucker geht über den Schutz von Anlagen hinaus. Der Großvater von Nathan Amstutz, Corporate Facilities Manager, arbeitete bereits in den 1950er-Jahren für das Unternehmen. Lily McMillan ist in Orrville aufgewachsen und später dorthin zurückgekehrt. Daraus ergibt sich eine gemeinsame Verantwortung, die auf Kontinuität beruht.
„Am Ende schützt man Gemeinschaften, Werte und die Marke“, sagt Randy Humes, Senior Manager Risk, Payment & Treasury Operations, der die Risikostrategie für Unternehmens- und Produktionsstandorte bei Smucker verantwortet. „Dies ist ein Unternehmen, dem man seit 1897 vertraut. Die Verantwortung, dieses Erbe fortzuführen, nehmen wir sehr ernst.“
Amstutz ergänzt: „Die Arbeit ist nie abgeschlossen. Man lernt ständig dazu und passt sich an.“
Diese Einstellung trägt Marken, die Menschen schätzen, und Gemeinschaften, die gemeinsam mit dem Unternehmen gewachsen sind. Nicht durch Reaktion. Sondern durch Vorbereitung, Aufmerksamkeit und Entscheidungen, die lange vor ihrer Bewährungsprobe getroffen werden.