Klimarisiken verringern: Welche Maßnahmen aus Sicht von Versicherungsmakler*innen entscheidend sind
Viele Unternehmen nutzen bestehende Möglichkeiten zur Minderung der Gefährdung durch Naturkatastrophen noch nicht – so können Sie jetzt gegensteuern.

Wetterextreme nehmen zu und verursachen durchschnittlich wirtschaftliche Schäden von über 200 Mrd. USD pro Tag. Allein in den vergangenen drei Jahren waren 62 % der Unternehmen von erheblichen Betriebsunterbrechungen infolge von Wetterextremen betroffen.
Trotz der Auswirkungen, die Naturkatastrophen auf die globale Wirtschaft haben, zeigt unsere Forschung, dass viele Unternehmen bislang keine der ihnen zur Verfügung stehenden konkreten Maßnahmen ergriffen haben, um diese Risiken zu mindern und ihre Betriebsabläufe zu schützen.
Makler*innen wie Sie erkennen die sich wandelnde Risikolandschaft in der Regel frühzeitig. Daraus ergibt sich die Chance, Kundenbeziehungen zu vertiefen und sich als strategischer Berater oder strategische Beraterin für die Minderung von Klimarisiken zu positionieren.
Dieser Artikel unterstützt Sie dabei. Er zeigt auf, wo die wesentlichen Lücken liegen, und liefert konkrete, umsetzbare Empfehlungen, mit denen Sie für Ihre Kunden Mehrwert schaffen und gleichzeitig deren Unternehmen schützen können.
Worum handelt es sich bei der ‚Klimaresilienzlücke‘?

Bei FM bezeichnen wir die Diskrepanz zwischen der Kundenwahrnehmung in Bezug auf Risiken durch Naturkatastrophen und den tatsächlichen Risiken für ihre weltweiten Geschäftsaktivitäten als „Resilienzlücke bei Wetterextremen“. Diese Wahrnehmungslücke könnte erklären, warum viele Kunden noch keinen klaren Ansatz verfolgen, wie sie mit den zunehmenden klimabedingten Gefährdungen umgehen.
So zeigte beispielsweise unsere Befragung von 800 Entscheidungsbefugten aus Industrie-, Produktions- und Technologieunternehmen im Jahr 2025, dass drei Viertel die wind- und hochwasserbedingten Gefährdungen in den Ländern, in denen ihre Unternehmen tätig sind, unterschätzen.
Unsere Analyse hat zudem eine Reihe bislang unzureichend genutzter Maßnahmen zur Schadenverhütung aufgezeigt, die die 150 befragten Makler*innen als schnell und kosteneffizient umsetzbar einschätzen, um die Resilienz gegenüber Klimarisiken zu erhöhen. Hierzu gehören:
- Windresistente Befestigungssysteme
- Hagelresistente Dachmaterialien und Schutzabdeckungen
- Automatisierte Systeme zur Erkennung und zum Schutz vor Waldbränden
Gleichzeitig hat unsere Umfrage deutliche regionale Unterschiede darin aufgezeigt, wie Unternehmen auf die sich wandelnden Gefährdungen durch Naturgefahren reagieren.

So ziehen viele Unternehmen in Spanien Gebäude in ausgewiesenen Hochwassergebieten konsequent aus dem Betrieb. In Frankreich haben zahlreiche Unternehmen Schutzmaßnahmen gegen Hagelschäden installiert, während Unternehmen im Vereinigten Königreich bei windresistenten Befestigungssystemen eine Vorreiterrolle einnehmen. In Australien wiederum gibt jedes dritte Unternehmen an, dass fehlende ingenieurtechnische Expertise zu den größten Hürden bei der Stärkung der Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen zählt.
Diese Unterschiede verdeutlichen, wie wichtig es ist, nachhaltige Partnerschaften mit Experten für Schadenverhütung aufzubauen. Sie verbinden lokale Teams und Marktkenntnis mit aktuellen, wissenschaftlich fundierten Methoden zur Risikominderung.
So stärken Sie die Resilienz Ihrer Kunden

Die Anforderungen an Klimaresilienz verändern sich spürbar. Der Schutz einzelner Standorte allein reicht nicht aus. Resilienz erfordert einen ingenieurwissenschaftlichen Ansatz, der Risiken für die Geschäftskontinuität entlang der gesamten Lieferketten von Kunden frühzeitig erkennt und gezielt minimiert.
Mit rund 200 Jahren Erfahrung in der Industriesachversicherung und einer starken Präsenz vor Ort in Amerika, EMEA und in der Region Asien/Pazifik bietet FM die fachliche Expertise, um Kunden zu besseren Risikobewertungen und -ergebnissen zu führen
Darüber hinaus stellt FM ein breites Spektrum an Ressourcen bereit, mit denen sich aktuelle Erkenntnisse der Klimawissenschaft gezielt einsetzen lassen, um die Risiken Ihrer Kunden zu minimieren. Hierzu gehören:
- FM Datenblätter zur Schadenverhütung: Eine umfassende Bibliothek mit technischen Leitfäden, die dazu beitragen, das Risiko von Sachschäden durch Extremwetterereignisse und andere Faktoren zu reduzieren
- Natural Hazards Toolkit: Interaktive Karten und Leitfäden, um Unternehmen zu unterstützen, sich auf Extremwetterereignisse vorzubereiten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
- FM Resilience Index: Ein Tool, das 130 Länder und Regionen nach ihrer Resilienz auf disruptive Ereignisse einordnet.
- Unser Klimaresilienz-Statusbericht Ein interaktives Dashboard, das aktuelle und zukünftige Klimarisiken standortübergreifend visualisiert.

Wir arbeiten mit unseren Makler*innen auch beratend zusammen, um ihnen ingenieurtechnische Lösungen zu liefern, die auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Bei der Planung von Bauprojekten begleitet der jeweils zuständige Account Engineer die Kunden mit praxisbewährter Beratung. Bei umfangreicheren Projekten unterstützt FM Plandurchsichtservice dabei, Planungen so auszurichten, dass vorhersehbare Risiken minimiert werden.
Sie haben einen Kunden, der von unseren Services und unserer Expertise profitieren könnte? Dann freuen wir uns sehr über Ihre Rückmeldung. Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail . Wir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück.
Dieser Text ist Teil einer Artikelreihe von FM, die dazu dient, Makler*innen unseren Ansatz und den Mehrwert, der sich dadurch für ihre gewerblichen Sachversicherungskunden bietet, näherzubringen. Weitere nützliche Einblicke erhalten Sie auch im nächsten Artikel aus dieser Serie. Wir freuen uns über Ihr Interesse.