FM Bericht: Lücken im Umgang mit zunehmenden Extremwettereignissen
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FM Bericht: Lücken im Umgang mit zunehmenden Extremwettereignissen

Veröffentlicht am 19. September 2025


FRANKFURT AM MAIN / JOHNSTON, R.I., USA, 22. September 2025 Weltweit spüren Unternehmen die Auswirkungen von immer häufiger auftretenden Extremwetterereignissen, und doch fehlen oftmals entsprechende Maßnahmen für den Schutz vor daraus resultierenden Schäden. Das zeigt ein neuer Bericht des Industriesachversicherers FM.

Der Bericht mit dem Titel „Ready for the Storm: Closing the Extreme Weather Resilience Gap“ kommt zu dem Ergebnis, dass viele Unternehmen die Möglichkeiten zur kosteneffizienten Senkung des Risikos nicht vollständig ausschöpfen. Eine Erkenntnis des Berichts ist die Diskrepanz zwischen der Selbsteinschätzung eines Unternehmens und der Wahrnehmung von außen: So geben auf Unternehmensseite 95 % der befragten Personen an, dass sie sich vollständig oder größtenteils der Risiken bewusst sind, die sich aufgrund von Extremwetterereignissen für ihren Geschäftsbetrieb ergeben. Bezogen auf ihre Kunden stimmen dieser Aussage allerdings nur 67 % der Makler*innen zu. Zudem berichten 62 % der auf Unternehmensseite befragten Personen, in den vergangenen drei Jahren mindestens eine gravierende Betriebsunterbrechung durch Extremwetter erlebt zu haben.

FM gibt in dem Bericht Empfehlungen, wie Unternehmen ihre Resilienzlücken schließen können – etwa durch eine langfristige Perspektive auf die Risiken und die Bewertung ihrer Lieferketten.

Für den Bericht wurden 150 Makler*innen sowie 800 Personen, die Risikoentscheidungen in Industrie-, Fertigungs- und Technologieunternehmen treffen, befragt. Die zentralen Erkenntnisse sind hierbei:

  • 78 % der Befragten stimmen zu, dass frühere Annahmen zum eigenen Risiko aufgrund der klimatisch bedingten Veränderungen überholt sind.
  • Für den Fall eines Schadens durch Extremwetterereignisse gehen die befragten Unternehmen davon aus, dass im Schnitt nur die Hälfte der aus einem solchen Ereignis resultierenden Schäden von der Versicherung abgedeckt wäre.
  • 44 % der auf Unternehmensseite befragten Personen geben an, dass die Versicherungskosten für eine vollständige Abdeckung der Risiken zu hoch wären.

Ein Teil der Befragung bezog sich auf die Länder, die für den Geschäftsbetrieb der einzelnen Unternehmen die größte Relevanz hatten. Im Rahmen eines informellen Tests sollten die Teilnehmenden schätzen, zu welchem Anteil die Wirtschaftsaktivitäten der betreffenden Länder Wind- oder Hochwasserrisiken ausgesetzt sind. Rund drei Viertel der Unternehmen schätzten das Risiko im Vergleich zu den Daten des FM Resilience Index als zu gering ein.

Unternehmen werden aktiv
„Viele Unternehmen spüren heute den Druck von Mitarbeitenden, Investierenden und Aufsichtsbehörden, die auf umfassende Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Klimawandel drängen, und doch sehen wir anhand des Berichts Lücken in der Einschätzung der Risiken und auch beim Schutz vor dieser Gefährdung“, so Dr. Louis Gritzo, Chief Science Officer bei FM. „Die gute Nachricht: Unternehmen werden jetzt aktiv. Sie arbeiten an einem besseren Verständnis der klimabedingten Veränderungen, verfolgen Wetterentwicklungen und setzen gezielte Maßnahmen zur Stärkung ihrer Resilienz gegenüber solchen Ereignissen um.“

Seit fast 200 Jahren unterstützt FM Kunden bei der Schadenverhütung – mit einem wissenschaftlich fundierten Ansatz, der auf ein tiefes Verständnis der jeweiligen Gefahren setzt und mit einem globalen Engineering-Team dafür sorgt, dass Standorte sich besser vor diesen Risiken schützen können. Allerdings geben in der Umfrage nur 28 % der Befragten an, dass das Risk Engineering in ihrem Unternehmen bei der Planung und Errichtung neuer Standorte vollumfänglich berücksichtigt wird. Makler*innen sehen im proaktiven Risk Engineering einen Vorteil gegenüber einer nachträglichen Überprüfung, Bewertung und Ausstattung bereits bestehender Gebäude.

Der Resilienzkreislauf
Um mögliche Lücken beim Aufbau von Resilienz zu schließen, beraten die Engineering-Teams von FM Kunden über dem gesamten Lebenszyklus eines Standorts hinweg – von der Auswahl der Lage bis hin zur Notfallplanung. Im Jahr 2024 wurden mit Unterstützung von FM 46.245 Empfehlungen umgesetzt, wodurch die Schadenerwartung um 1,05 Billionen USD gesenkt werden konnte. Natürlich ist die Investition in den Schutz vor Extremwetterereignissen auch eine Kostenfrage, doch dadurch lassen sich auch Einsparungen bei der Versicherung erreichen, die dann wiederum in weitere Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz fließen können.

Nähere Informationen finden Sie im entsprechenden Bericht zur Befragung, der über diesen Link in englischer Sprache zur Verfügung steht.

Methodische Grundlagen
Der Bericht basiert größtenteils auf einer im Mai 2025 von FM durchgeführten Befragung von 150 Versicherungsmakler*innen sowie 800 Personen aus Industrie-, Fertigungs- und Technologieunternehmen weltweit. Diese Personengruppe setzte sich zu gleichen Teilen aus der obersten Managementebene und Beschäftigten des Risikomanagements zusammen. Berücksichtigt wurden dabei Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 250 Mio. USD bis 10 Mrd. USD und mehr.

Über FM ​
FM ist ein führender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und wurde vor fast zweihundert Jahren gegründet. Seit nahezu fünfzig Jahren verfügt das Unternehmen über eine Niederlassung in Deutschland. Das Kapital, die wissenschaftliche Forschung und das umfangreiche Fachwissen der Versicherung im Bereich Engineering dienen ausschließlich dem Risikomanagement und der Resilienz der Kunden des Unternehmens, die zugleich Miteigentümer von FM sind. Sie teilen dessen Meinung, dass die meisten Schäden vermeidbar sind. Zu den Versicherungsnehmern zählen viele der weltweit größten Organisationen, u. a. ein Viertel der Fortune-500-Unternehmen. Sie kooperieren mit FM, um ein besseres Verständnis für die Gefahren zu erlangen, die ihren Geschäftsbetrieb beeinträchtigen könnten, und um kosteneffektive Entscheidungen in Bezug auf ihr Risikomanagement treffen zu können, die auf einer Kombination aus Schadenverhütung und Versicherungsschutz beruhen.

Pressekontakt
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​Marlo Friederike Wulf
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