FM Resilience Index 2026: Europäische Länder dominieren die Top Ten
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FM Resilience Index 2026: Europäische Länder dominieren die Top Ten

Veröffentlicht am 25. Februar 2026


FRANKFURT AM MAIN / JOHNSTON, R.I., USA, XX. Februar 2026 – Der Industriesachversicherer FM hat heute den FM Resilience Index 2026 veröffentlicht. Der Index stuft jährlich 130 Länder und Regionen nach der Resilienz ihres Wirtschaftsumfelds ein und erscheint nun bereits zum 13. Mal.

Aktuell erleben wir weltweit eine Zeit, die von den Nachwirkungen der Inflation, neuen Klimarisiken und wachsenden Cybersicherheitsbedrohungen geprägt ist. Die resilientesten Länder, so die Erkenntnis des diesjährigen FM Resilience Index und damit die Botschaft an Führungskräfte, sind dabei diejenigen, die einerseits Stabilität und andererseits eine hohe Anpassungsfähigkeit bieten können.

Europa unübertroffen in den Top Ten

Neun der zehn obersten Plätze im Gesamtranking nehmen 2026 europäische Länder ein. Dänemark rangiert zum dritten Mal in Folge auf Platz 1, gefolgt von Luxemburg, Singapur, Norwegen, der Schweiz, Deutschland, Schweden, Irland, Finnland und Belgien.

Dänemarks starke Position im FM Resilience Index ist auch das Resultat von Steigerungen bei den Punktzahlen des Landes in den Kategorien Cybersicherheit, Exponierung Klimarisiken, Risikoqualität Klimarisiken, Risikoqualität Brandrisiken sowie Energieintensität und -effizienz.

Die USA – die für die Zwecke des Resilience Index in drei Regionen aufgeteilt sind – landen außerhalb der Top 10. Region 1 (östliche Bundesstaaten) erreicht Rang 12, Region 2 (westliche Bundesstaaten) Rang 16 und Region 3 (Bundesstaaten im mittleren Westen/Südwesten) Rang 11. Mexiko ist um vier Plätze zurückgefallen und rangiert nun auf Platz 80. Brasilien musste sogar 14 Plätze einbüßen und erreicht im diesjährigen Gesamtranking Platz 71. Der Blick nach Asien zeigt für Indien eine Steigerung in den drei Regionen, in die das Land für die Ermittlung des Rankings unterteilt wird: Region 1 (Ostindien) ist um drei Plätze aufgestiegen und erreicht nun Rang 94. Region 2 (Nordindien) konnte vier Plätze nach oben klettern und steht nun auf Platz 100. Region 3 (Zentrum/Westen Indiens) erreicht mit einer Verbesserung um ebenfalls vier Plätze nun Rang 76.

Bei der Betrachtung über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg erreicht Ghana im Gesamtranking den größten Sprung nach oben: Das Land ist um 18 Plätze auf Rang 70 gestiegen. Zu den Ländern mit der größten Steigerung in diesem Zeitraum zählen daneben Ruanda (um 14 Ränge verbessert und nun Platz 67) und Nigeria (um 12 Ränge aufgestiegen und nun Platz 102). Unter den Ländern, die in diesem Zeitraum im Gesamtranking am stärksten zurückgefallen sind, musste Kroatien mit einem Minus von 22 Plätzen und einer diesjährigen Platzierung von Rang 44 die größten Einbußen hinnehmen. Es folgen Kamerun mit einem Abstieg um 18 Plätze auf Rang 113 und die Mongolei mit einem Rückgang um 17 Plätze auf Rang 108. Iran musste über diese Vergleichsperiode hinweg 16 Plätze einbüßen und liegt nun auf Rang 125.

In der Gesamtbetrachtung zeigt der FM Resilience Index 2026 eine relative Steigerung bei den Punktzahlen der Länder in Europa und Asien, eine gemischte Entwicklung in Teilen von Nord- und Südamerika sowie Verbesserungen in diversen afrikanischen Ländern.

„In vielen Unternehmen gibt es bei den jeweiligen Risiken eine Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Realität; dies betrifft vor allem klimabedingte und betriebliche Risiken, die sich schneller wandeln als allgemein angenommen“, so Leo Kushner, Business Intelligence Director bei FM. „Der FM Resilience Index 2026 liefert objektive Erkenntnisse, die Unternehmen für eine fundierte Entscheidungsfindung und ein besseres Risikoverständnis nutzen können.“

Dabei sind die Daten des FM Resilience Index mehr als nur einzelne Grafiken und Rankings: Ihre Aussagekraft wird auch durch die Schadenstatistiken aus der Praxis bestätigt: Standorte in Ländern, die im Resilience Index unter den besten Fünfzig rangieren, erholen sich nach einem Schadenereignis im Schnitt mehr als 30 % schneller als solche in Ländern, die im Ranking weiter unten landen.

Geopolitische Fragen als wichtige Faktoren

Der FM Resilience Index 2026 zeigt auch, wie sich geopolitische Fragen auf die Positionierung eines Landes auswirken können.

So hat Iran seinen jahrelangen Abwärtstrend fortgesetzt. Mit einem Rückgang um acht Plätze im Vergleich zum Vorjahr rangiert das Land nun auf Platz 125. Die Republik kämpfte mit der Inflation und büßte in dieser Kategorie 5 Plätze ein (aktuell Rang 127). Auch in der Kategorie der Internetnutzung musste das Land einen deutlichen Rückgang verzeichnen (aktuell Rang 87 und damit ein Abstieg um 14 Plätze). Die Ukraine ist um fünf Plätze gefallen und steht aktuell auf Rang 84. Russland landet mit Rang 59 einen Platz vor der Positionierung von 2025. Über die Zeitspanne der letzten fünf Jahre sind Russland und die Ukraine um 7 bzw. 14 Ränge abgestiegen.

Dänemark konnte sich in diesem Jahr ungeachtet der Spannungen mit den USA über Grönland, das nicht als separates Territorium oder Land im FM Resilience Index bewertet wird, auf der Spitzenposition halten. Im Kontrast dazu fiel Venezuela um fünf Ränge zurück und landet damit im FM Resilience Index auf dem letzten Platz (Rang 130). Gründe hierfür waren schwächere Platzierungen bei den zugrunde liegenden Rankings für diverse Kategorien wie Gesundheitsausgaben, Bildung, Inflation und beim Maßstab des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf.

Einblicke für Rechenzentren und Energieerzeuger

Für die stark wachsende Rechenzentrumbranche und den aufstrebenden Markt der Energieerzeuger kann der FM Resilience Index aufzeigen, welche Länder unter Umständen bessere Voraussetzungen für große Infrastrukturprojekte dieser Art bieten könnten.

Die USA und China spielen im Bereich der Rechenzentren bereits jetzt eine bedeutende Rolle, aber auch in Europa gibt es wichtige große Rechenzentrumsstandorte. Für eine Branche, die in besonderem Maße auf Resilienz angewiesen ist, liefert der Index wichtige Erkenntnisse zu potenziellen Wachstumsmöglichkeiten in Ländern, die aktuell nicht zu diesen Marktgrößen zählen: So kann Dänemark mit einer starken Energieeffizienz und einer bedeutenden Verbesserung beim Kriterium der Cybersicherheit überzeugen. In dieser letztgenannten Kategorie ist das Land um 20 Plätze aufgestiegen. Singapur (Rang 3), wo die Rechenzentrumsbranche bereits jetzt eine starke Präsenz aufweist, bietet ebenfalls gute Voraussetzungen: stabile Führung, eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur und hohe technische Standards.

Daneben können die Schweiz (Rang 5), Deutschland (Rang 6), Schweden (Rang 7) und Finnland (Rang 9) mit vergleichsweise resilienten Stromnetzen, verlässlicher Regulierung und relativ geringen physischen Risiken aufwarten. In Asien zeigen sich für Japan (Rang 32) Vorteile aufgrund des technisch ausgereiften Stromnetzes und der hohen Cybersicherheit. Südkorea (Rang 34) kann mit fortschrittlicher digitaler Resilienz und einer starken Logistik überzeugen.

Der FM Resilience Index baut auf 18 Einzelkriterien auf und stellt für diese jeweils eigene Rankings auf Länderebene zur Verfügung. So erhalten Unternehmen, die im Bereich Rechenzentren oder der Energieerzeugung tätig sind, eine fundierte quantitative Grundlage für ihre Standortwahl, ihre Prognosen zu möglichen Risiken und die weltweite Investitionsplanung.

Dabei lassen sich auch einzelne Länder anhand der Makro- und der physischen Kriterien miteinander vergleichen, so zum Beispiel im Hinblick auf Wasserstress, Brandrisiken, Energieintensität oder Klimarisiken. Dies sind wichtige Faktoren für Unternehmen allgemein und insbesondere Rechenzentren und Energieerzeuger, die beide starke Wachstumsmärkte sind. Der Index stützt sich auf Daten, die von Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank stammen, berücksichtigt aber auch von FM selbst ermittelte Daten zu vorhandenen Risiken und zur Risikoverbesserung.

Zum FM Resilience Index 2026: https://www.fm.com/de/resources/resilience-index

Über FM

FM ist ein führender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und wurde vor fast zweihundert Jahren gegründet. Seit nahezu fünfzig Jahren verfügt das Unternehmen über eine Niederlassung in Deutschland. Das Kapital, die wissenschaftliche Forschung und das umfangreiche Fachwissen der Versicherung im Bereich Engineering dienen ausschließlich dem Risikomanagement und der Resilienz der Kunden des Unternehmens, die zugleich Miteigentümer von FM sind. Sie teilen dessen Meinung, dass die meisten Schäden vermeidbar sind. Zu den Versicherungsnehmern zählen viele der weltweit größten Organisationen, u. a. ein Viertel der Fortune-500-Unternehmen. Sie kooperieren mit FM, um ein besseres Verständnis für die Gefahren zu erlangen, die ihren Geschäftsbetrieb beeinträchtigen könnten, und um kosteneffektive Entscheidungen in Bezug auf ihr Risikomanagement treffen zu können, die auf einer Kombination aus Schadenverhütung und Versicherungsschutz beruhen.

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