3 zentrale Erkenntnisse aus FM' Experten-Webinar über Hochwasser
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3 zentrale Erkenntnisse aus FM' Experten-Webinar über Hochwasser

Veröffentlicht am 13. Mai 2025


Eine Luftaufnahme vom Hochwasser

Hochwasser stellt eine erhebliche Bedrohung für Unternehmen dar und verursacht jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Und die Risiken nehmen zu: Im Jahr 2024 kam es weltweit zu schwerwiegenden Hochwasserkatastrophen, unter anderem in Südostasien, Europa und den Vereinigten Staaten. Bebauungen in Überschwemmungsgebieten tragen zur zunehmenden Hochwassergefährdung bei. Auch der Klimawandel spielt dabei eine Rolle.

Was lässt sich also dagegen tun? Im April veranstaltete FM ein Webinar mit der Expertin Jessica Waters, um Hochwasserrisiken aufzuzeigen, die oft übersehen werden. Waters – Vice President und Hazards Managerin für Klima- und strukturelle Resilienz bei FM – präsentierte aktuelle Zahlen, Praxisbeispiele und Tipps, wie Sie Ihre Resilienz stärken können. Eine Aufzeichnung des Webinars, das auch eine Live-Fragerunde mit den Teilnehmenden umfasste, können Sie unter diesem Link ansehen.

Nachfolgend finden Sie drei zentrale Erkenntnisse aus der Diskussion.

Die potenziell weitreichenden und lang anhaltenden Folgen von Hochwasser

Wenn ein Fluss über die Ufer tritt, ein Deich bricht oder eine Küstensturmflut Wellen über Schutzmauern schlagen lässt, sind die unmittelbaren Schäden offensichtlich: durchnässte Gebäudeausstattung und betriebliche Anlagen, strukturelle Schäden und ein eingeschränkter Zugang zum Standort. Hochwasser kann Schadstoffe, Trümmer oder sogar ungeklärte Abwässer mit sich führen.

„Stellen Sie sich vor, diese gelangen in Ihre Betriebsstätte, durchnässen hochwertige Gebäudeausstattungen wie Bodenbeläge und Wände, beschädigen Fertigwaren oder Rohstoffe und lagern sich auf Ihren kritischen Produktionsanlagen ab”, erklärte Watters. „Befindet sich Ihr Standort in einer Küstenregion, kommt die zusätzliche Gefahr von Salzwasserkorrosion hinzu. Es ist wichtig zu wissen, dass bereits Wellen mit einer Höhe von nur etwa einem Meter strukturelle Schäden verursachen können.“

Hochwasser hat jedoch weitreichende Folgen für den Betrieb, die Lieferketten und die Unternehmensreputation – oft noch lange, nachdem das Wasser abgeflossen ist. Vor einigen Jahren beauftragte FM eine Analyse, in der 71 der weltweit größten börsennotierten Unternehmen untersucht wurden, die in den vergangenen Jahren allesamt finanzielle Schäden infolge eines schweren Hochwasserereignisses gemeldet hatten. Laut der Studie sank der Aktionärswert dieser Unternehmen zwölf Monate nach den Hochwasserschäden im Durchschnitt um 5 %.

Deshalb ist es so wichtig, das Risiko aktiv anzugehen. Entscheidend ist, das Risiko zunächst richtig zu verstehen.

Eine universelle Herausforderung – mit individuellen Lösungen für jedes Unternehmen

Wie die Bezeichnung vermuten lässt, ist das Hochwasserrisiko in Hochrisikozonen besonders groß. Wie Waters erläuterte, beschränkt sich Hochwasser jedoch nicht auf diese Gebiete. In den Vereinigten Staaten kommen mehr als 40 % der Schadensmeldungen im Rahmen des National Flood Insurance Program aus Regionen außerhalb ausgewiesener Hochrisikogebiete.

Obwohl Hochwasser ein weit verbreitetes Risiko darstellt, handelt es sich zugleich um eine standortspezifische Gefahr, erklärte Waters. Deshalb arbeitet FM eng mit seinen Kunden zusammen, um zentrale Schwachstellen zu erkennen und gezielt Maßnahmen zu ihrer Behebung zu entwickeln.

„Dabei kommen häufig standortspezifische Modellierungen zum Einsatz. Mithilfe moderner Technologien können wir visualisieren, wie sich Wasser unter verschiedenen Hochwasserszenarien rund um eine Anlage bewegt – und teilweise auch in sie eindringt“, erklärte Waters. „Sobald klar ist, wohin das Wasser fließt, können die Expert*innen passende Lösungen entwickeln, um es fernzuhalten.“

Die Bedeutung vorausschauender Planung

Vor dem Hintergrund steigender Risiken und weitreichender Folgen gibt es auch eine gute Nachricht beim Thema Hochwasser: Es gibt zahlreiche Handlungsmöglichkeiten. Wie Waters erläutert, können Unternehmen drei zentrale Strategien verfolgen: über dem Hochwasserniveau bleiben, Wasser fernhalten und – wo beides nicht möglich ist – nassen Hochwasserschutz umsetzen: Wasser wird zugelassen, Gebäude und deren Inhalt werden jedoch so ausgelegt, dass sie resilient sind.

„Keine einzelne Strategie ist überall wirksam. In vielen Fällen müssen Standorte verschiedene Ansätze kombinieren“, so Waters.

Eine konkrete Maßnahme für Unternehmen ist die Entwicklung eines belastbaren Hochwasser-Notfallplans. Die Schadenstatistik von FM zeigt, dass Standorte mit einem soliden Hochwasser-Notfallplan 70 % weniger Schäden verzeichnen als solche mit einem unzureichenden oder gar keinem Hochwasser-Notfallplan.

Entscheidend ist, Schutzmaßnahmen rechtzeitig umzusetzen.

„Beginnt Ihre Vorbereitung erst, wenn Hochwasser vorhergesagt wird“, so Waters, „ist es zu spät, um noch vollständig vorbereitet zu sein.“

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