Resilienz als Bestandteil der Infrastruktur für erneuerbare Energien
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Resilienz als Bestandteil der Infrastruktur für erneuerbare Energien

Veröffentlicht am 17. Dezember 2025


Dieser Artikel erschien ursprünglich als von FM gesponserter Partnerinhalt in der Financial Times.

Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet weiter voran, und in den kommenden fünf Jahren sind weltweit tausende Gigawatt neuer Erzeugungskapazitäten geplant bzw. bereits im Bau. Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage unter Finanzierern erneuerbarer Energien, durchgeführt vom globalen Industriesachversicherer FM, zeigt: 76 % der Kreditgeber und 70 % der Investoren beabsichtigen, ihr Engagement im Bereich erneuerbare Energien in den nächsten drei Jahren auszuweiten.

Der Kapitalbedarf lässt sich jedoch mit den zu rund drei Vierteln privaten und kommerziellen Finanzierungsquellen nicht decken, sodass neue Projekte verzögert werden. Gleichzeitig treiben globale Handelskonflikte die Preise in die Höhe. So hat Statkraft, Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energien, im Jahr 2024 seine Pläne zum Bau neuer Wind- und Solaranlagen aufgrund niedrigerer Strompreise und höherer Kosten zurückgefahren. Parallel dazu erfuhr die staatliche Förderung in den USA mit der Verabschiedung des „One Big Beautiful Bill Act“ erhebliche Einschnitte.

„Die endgültige Fassung des Gesetzes ist für erneuerbare Energien zwar nachteilig, für kurzfristige Projekte jedoch weniger negativ als befürchtet. Dennoch gehen wir davon aus, dass viele Projekte, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, trotz bereits investierten Kapitals und fortgeschrittener Entwicklung eingestellt werden“, erklärt Sam Jensen, Gründungspartner des in Kalifornien ansässigen Beratungshauses Stance. „Ohne steuerliche Anreize ist ab etwa 2027 mit einer spürbaren Abschwächung des Ausbaus erneuerbarer Energien zu rechnen.“

Großprojekte im Bereich erneuerbare Energien sind in Bezug auf Planung, Entwicklung, Bau und Betrieb hochkomplex – Wind- und Solarparks befinden sich häufig an abgelegenen oder exponierten Standorten. Zu den größten Herausforderungen im Zusammenhang mit der Installation zählen Herstellungsfehler, mangelhafte Installationsverfahren und Schäden durch extreme Wetterbedingungen. Einige aufsehenerregende Vorfälle haben zu Verlusten von über 100 Mio. USD geführt, die aufgrund von Selbstbehalten und geltenden Entschädigungsgrenzen nicht vollständig versichert sind. Investoren konzentrieren sich zunehmend auf Projekte, bei denen Risiken, insbesondere in Bezug auf Standort, Bauqualität und Technologie, gründlich bewertet wurden und die Resilienz von Anfang an berücksichtigt wurde.

Strenge Auswahlverfahren

Das Anlageportfolio von FM umfasst seit 2019 auch Investitionen in erneuerbare Energien. Für die Identifizierung und Steuerung dieser Investitionen ist die Chief Tax Officer Pamela Griffing verantwortlich. „Unsere Umfrage zeigt eine hohe Bereitschaft, in erneuerbare Energien zu investieren, und wir gehen davon aus, dass dieses Interesse langfristig bestehen bleibt und weiter zunimmt“, sagt sie. „Diese Bereitschaft ist allerdings strategisch und selektiv. Als Investor suchen wir Projekte, die einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb gewährleisten und Störungen vermeiden. Resilienz ist dabei ein entscheidender Faktor.“

Enge, langfristige Partnerschaften sind hierfür unerlässlich – nicht nur zwischen Eigentümern, Projektentwicklern und Herstellern, sondern auch mit Versicherern. Letztere spielen eine zentrale Rolle, indem sie die erheblichen Investitionssummen versichern und gleichzeitig ihr Fachwissen einbringen, um Verzögerungen, Ausfälle und Schäden zu vermeiden. Die Umfrage von FM ergab zudem, dass 53 % der Finanzierer erwarten, dass Projektpartner während der Bauphase mit unabhängigen Risikoberatern zusammenarbeiten. Im laufenden Betrieb ist für 48 % der Befragten der Einsatz unabhängiger Risikoingenieur*innen entscheidend, und 46 % setzen einen umfassenden Versicherungsschutz für die Infrastruktur voraus. „Ich kümmere mich persönlich um jedes einzelne Projekt, in das wir investieren“, so Griffing. „Dabei greife ich auf die globale Erfahrung unseres Teams für erneuerbare Energien und unserer Ingenieurinnen und Ingenieure zurück. Wenn dort Zweifel laut werden, wird das Projekt nicht weiterverfolgt.“

Risikoreduzierung bei erneuerbaren Energien

Versicherer beschränken sich längst nicht mehr auf die Versicherung von Projekten, sondern bewerten Risiken und entwickeln Lösungen, um Schäden von vornherein zu vermeiden. Im vergangenen Jahr hat FM eine eigene Geschäftseinheit eingerichtet, die sich auf Forschung, die Entwicklung von Standards und technische Maßnahmen zur Schadenverhütung für Solar-, Wind- und Batterie-Energiespeichersysteme im Versorgungsmaßstab konzentriert. Ziel ist es, Projekte bereits ab der frühen Planung zu begleiten, um Standortanforderungen optimal zu berücksichtigen und die langfristige Leistungsfähigkeit der Anlagen zu sichern.

Damit geht FM weiter, als es in der Branche bislang üblich ist. Michael Perron, ehemaliger Makler und jetzt Leiter des Bereichs Erneuerbare Energien bei FM, erklärt: „Ich befasse mich seit über einem Jahrzehnt mit erneuerbaren Energien, und lange Zeit hatten Versicherer nicht einmal Interesse daran, Projektstandorte zu besichtigen. Der Sektor wurde als unkompliziert angesehen, und man ging davon aus, dass hier nicht die gleichen Probleme wie in anderen Branchen auftreten würden, was offenkundig ein Trugschluss war.“

Die Prämien für Versicherungen für erneuerbare Energien sind tatsächlich um 20 bis 40 % gestiegen, auch wenn sich die Preise zuletzt stabilisiert haben und teilweise wieder sinken. Wie die Umfrage von FM ergab, lasten die gestiegenen Versicherungskosten nach den Baukosten am stärksten auf den Energieversorgern. Fast die Hälfte der Befragten macht sich zudem Gedanken darüber, ob sie für zukünftige Projekte überhaupt Versicherungsschutz erhalten werden.

Der Bedarf an Versicherungsschutz wird weiter steigen, da der Ausbau von Rechenzentren und die breite Elektrifizierung des Verkehrs enorme zusätzliche Energiemengen erfordern – Wind- und Sonnenenergie bleiben dabei unverzichtbar. Da künftige Projekte auf die Unterstützung stabiler, verlässlicher Investoren und Versicherer angewiesen sind, bieten konstruktive Partnerschaften die dringend benötigte Sicherheit. „Investoren wollen eine belastbare Risikoeinschätzung und ihre Renditen absichern“, sagt Griffing. „Damit sie wieder investieren, muss klar sein, dass die Anlagen umfassend risikominimiert sind.“

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