Cory Group und FM – vom Großschaden zur erfolgreichen Rückkehr zum Normalbetrieb

Der industrielle Sachversicherungsmarkt ist in der heutigen Zeit von zunehmender Volatilität geprägt. Neben umfassendem Versicherungsschutz wird eine weitere Komponente unverzichtbar: partnerschaftliche Zusammenarbeit. Als die Cory Group („Cory“), ein führendes Unternehmen der britischen Abfall‑ und Recyclingwirtschaft, von einem schweren Turbinenausfall betroffen war, machte nicht allein die Police den Unterschied – entscheidend war die Vorbereitung auf den Ernstfall.
FM und Cory gelang es, aus einem Schaden mit potenziell katastrophalen Folgen ein Musterbeispiel für effizientes Schadenmanagement zu vollziehen. Gleichzeitig liefert der Fall wertvolle Erkenntnisse für Versicherungsmakler*innen und Kunden, die mit einem sich wandelnden Risikoumfeld konfrontiert sind.
Die Herausforderung: Ein Schaden mit weitreichenden Folgen
Im Jahr 2018 führte ein Ausfall der Stromversorgung dazu, dass eine 60 Tonnen schwere Turbine in einem Werk von Cory innerhalb von nur 97 Sekunden zum Stillstand kam. Die Konsequenz: ein Schaden von über 30 Millionen Pfund. Für viele Unternehmen hätte ein solcher Vorfall Unsicherheiten und Betriebsunterbrechungen über einen Zeitraum von mehreren Monaten oder sogar Jahren bedeutet. Cory jedoch war vorbereitet.
„Wir hatten zuvor mit FM einen Workshop zur Vorbereitung auf den Schadenfall durchgeführt, in dem unter anderem ein Turbinenausfall durchgespielt wurde“, berichtet Chris Jones, Director of Risk Management and Compliance bei Cory. „Als es tatsächlich zum Ernstfall kam, konnte ich die aus diesem Workshop gewonnenen Erkenntnisse direkt anwenden. Sie waren die Grundlage unserer Kommunikation und unserer Wiederherstellungsplanung.“
Innerhalb von 48 Stunden kannte Cory den genauen Deckungsumfang. Die in nur neun Monaten abgeschlossene Schadenregulierung ließ die Branche aufhorchen.
Die Strategie: Partnerschaftliche Vorbereitung auf den Schadenfall
Dieser Erfolg war kein Zufall. Er beruhte auf einer bewusst gestalteten, partnerschaftlichen Vorgehensweise bei der Vorbereitung auf den Schadenfall. Hierbei waren Cory, das Versicherungsmaklerunternehmen und der Industriesachversicherer FM beteiligt. Die von Cory verfolgte Szenarienplanung ist ein Ansatz, der angesichts der massiv steigenden geopolitischen Risiken bei Unternehmen zunehmend an Relevanz gewinnt. Der Workshop zum Thema Turbinenausfälle zeigt, wie eine strukturierte Zusammenarbeit vor einem Schadenfall Unternehmen auf eine Vielzahl von Störungen vorbereiten kann – von Turbulenzen in der Lieferkette bis hin zu politischer Instabilität – und wie sie ihre Policen bestmöglich nutzen können.Die Rolle des Versicherers: Engineering-Expertise als Grundlage für schnelle Wiederherstellung
Der Ansatz von FM basiert auf Schadenverhütung und einer schnellen Reaktion im Ernstfall, wie Chris Pink, London Operations Claims Manager bei FM, erläutert: „Wir waren auf den Turbinenschaden bei Cory gut vorbereitet. Bereits am Tag nach dem Vorfall konnten wir den genauen Deckungsumfang bestätigen. Unsere internen Schadenregulierer*innen und Ingenieur*innen hatten schon zuvor eine enge Partnerschaft mit Cory aufgebaut, wodurch wir schnell und entschlossen handeln konnten.“
Die weitreichenden Entscheidungsbefugnisse der Schadenregulierer*innen von FM ermöglichen rasche Zahlungen, insbesondere bei rasch abwickelbaren Schadenfällen. So konnten mehr Ressourcen für komplexere Fragen, wie die Quantifizierung von Betriebsunterbrechungen, eingesetzt werden.
Das Ergebnis: Vertrauen, Tempo, Verlässlichkeit
Das Resultat war eine reibungslose, transparente und effiziente Abwicklung des Schadenfalls – eine Seltenheit bei großen Sachschäden.
„Guter Kommunikation geht eine gute Vorbereitung voraus“, so Jones. „Ausschlaggebend war hier das in der Planungsphase aufgebaute Vertrauen. Diese Art von Vertrauen entsteht nicht nach dem Eintreten eines Schadens, es muss bereits vorher vorhanden sein.“
Die Perspektive von Versicherungsmakler*innen
Makler*innen sollten ihre Kunden dazu ermutigen, digitale Risikoszenarien in ihre Vorbereitung auf den Schadenfall einzubeziehen, da sowohl Klima- als auch Cyberbedrohungen immer komplexer werden – und KI sowohl das Ausmaß als auch die Wirkung möglicher Angriffe vervielfachen kann. Was wäre beispielsweise geschehen, wenn ein Cyberangriff den Stromausfall der Turbine verursacht hätte? In unserer vernetzten Welt erfordern sowohl physische als auch digitale Risiken eine strukturierte Vorbereitung auf den Schadenfall.
Mike Russell, Managing Director bei Marsh, betont, dass Makler*innen immer mehr als strategische Partner agieren müssen, indem sie Workshops initiieren, ein umfassendes Verständnis der Policen vermitteln und die Erwartungen aller Parteien aufeinander abstimmen.
Sein Fazit lautet: „Niemand schließt eine Versicherung in der Hoffnung ab, sie tatsächlich zu benötigen. Für den Fall der Fälle ist es aber unsere Aufgabe, unseren Kunden zu helfen, ihr Deckungskonzept zu verstehen – und zwar bevor ein Schaden eintritt. Genau hier greifen Vertrauen und Vorbereitung ineinander.“
FM arbeitet eng mit Makler*innen und Kunden zusammen, um im Rahmen solcher Workshops gezielt auf mögliche Schadenfälle vorzubereiten. Daraus ergeben sich drei einfach umsetzbare Empfehlungen für Makler*innen, die ihre Geschäftsbeziehungen zu ihren Kunden stärken möchten:
1. Vorbereitung auf den Schadenfall als Kernkompetenz
Szenarien-Workshops initiieren, Policen erläutern und zentrale Ansprechpersonen festlegen, bevor ein Schadenfall eintritt.
2. Kommunikation und Erwartungen einen festen Rahmen geben
Sicherstellen, dass alle Beteiligten ihre Rollen und den Ablauf der Schadenregulierung kennen. Durch Transparenz entsteht Vertrauen.
3. Entschlossenes Handeln
Kunden helfen, die entscheidenden Stunden und Tage nach einem Schadenfall mit Klarheit und Zuversicht zu bewältigen.
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